(BMI) Weiter abnehmender Spätaussiedlerzuzug und rückläufige Antragstellung -Trend der letzten 3 Jahre setzt sich fort.
Bis Ende April 2005 wurden 12.851 Spätaussiedler und Angehörige in Friedland registriert, dies sind über 3.500 weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.
Auch die Zahl der neuen Aufnahmeanträge ging weiter zurück, nämlich um rund 4.000 gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt wurden bis zum 30. April 2005 nur noch 7.572 Anträge beim Bundesverwaltungsamt gestellt.
Der Aussiedlerbeauftragte der Bundesregierung, Hans - Peter Kemper, MdB, begrüßt diese Entwicklung: "Die konsequente Hilfenpolitik der Bundesregierung in den Herkunftsländern zeigt nachhaltige Wirkung. Immer mehr Angehörige der deutschen Minderheiten sehen für sich und ihre Familien Lebensperspektiven in ihrer Heimat. All denjenigen, die sich dennoch entschließen, nach Deutschland überzusiedeln, steht im Rahmen der Aufnahmebedingungen die Tür auch weiterhin offen."
Kemper weist darauf hin, dass mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes seit dem 01. Januar 2005 auch alle mit einreisenden Familienangehörigen des Spätaussiedlers über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen müssen.
Diese gesetzliche Änderung sei nicht als Gängelei zu verstehen, sondern sie liege im Interesse der Betroffenen. Ohne Sprachkenntnisse hätten sie in Deutschland kaum eine realistische Chance, hier Fuß zu fassen. Zudem biete der deutsche Staat genügend Möglichkeiten, die Sprache in den Herkunftsgebieten zu erlernen.
In Russland und Kasachstan werden aktuell 2.789 vom Bundesinnenministerium (BMI) geförderte Sprachkurse an 721 Orten flächendeckend durchgeführt. Die Anzahl der Sprachkurse wird ständig dem tatsächlichen Bedarf angepasst.
Die Maßnahmen sind in erster Linie zur Wiederbelebung der deutschen Kultur in den Herkunftsgebieten konzipiert; sie verbessern aber im Fall einer Ausreise auch die Startbedingungen für Spätaussiedler in Deutschland entscheidend.