
Tierschutz Feldhase - Osterhase vom Aussterben bedroht! - Deutsche Wildtier Stiftung
Donnerstag 14. April 2005.
(djd). Der Feldhase gehört zum Frühling wie das Osterfest, zu dem er
traditionell die Ostereier bringt. Ein Brauch, der vermutlich im 17.
Jahrhundert entstand und einen plausiblen Hintergrund hat: Zur Osterzeit
sind die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere besonders präsent und können
sogar tagsüber bei wilden Verfolgungsjagden, die zum Paarungsritual gehören,
beobachtet werden. Und weil sie ihren Nachwuchs schon sehr zeitig im Jahr
zur Welt bringen, galten sie als Fruchtbarkeits- und Auferstehungssymbol. In
den letzten Jahren sind Begegnungen mit dem scheuen Tier aber immer seltener
geworden, denn die Zahl der Tiere nimmt europaweit stetig ab. In Deutschland
steht der Feldhase deshalb seit 1994 auf der "Roten Liste" der bedrohten
Tierarten. Im Gegensatz zu Kaninchen legen Feldhasen keinen Bau an, sondern
liegen tagsüber gut getarnt in einer Mulde, der so genannten Sasse, in der
auch die Jungtiere aufwachsen. Dadurch sind sie nicht nur eine leichte Beute
für ihre natürlichen Feinde wie Füchse oder Greifvögel, sondern leiden auch
unter der Intensivierung der Landwirtschaft, so Prof. Hackländer,
Feldhasen-Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. Die wildtiergerechte
Gestaltung von Brachflächen ist ein wirksames Instrument zum Schutz des
Feldhasen. Helfen kann man dem Feldhasen mit einer Spende an die
gemeinnützige Deutsche Wildtier Stiftung, Spendenkonto 380 519 010 bei der
HSH Nordbank (BLZ 200 500 00).